In der kalten Jahreszeit haben Kinder gehäuft Schnupfen oder Husten, meist ein harmloser grippaler Infekt, den man mit Homöopathie gut behandeln kann. Gerade im Winter kann es aber auch eine „echte“ Grippe (Influenza) sein.
Erkältungen, oft als grippaler Infekt bezeichnet, gehören zu den häufigsten Erkrankungen im Kindesalter. Auslöser sind eine Vielzahl verschiedener Viren. Grippale Infekte können für unsere Kinder ganz schön nervig sein, das Wohlbefinden und den Schlaf stören, sind aber meist harmlos.

Bildquelle: Miriams Fotos Pixabay
Wie Du vielleicht schon gemerkt hast, bin ich ein hoffnungsloser Homöopathie-Fan. Ich bin überzeugt von der positiven Wirkung dieser kleinen, winzigen Milchzuckerkügelchen !
Mein persönliches Ziel ist es, so viele Menschen für Homöopathie zu begeistern, dass jeder deutsche Haushalt mindestens mit einem homöopathischen Arzneimittel ausgestattet ist:)
Hättest Du mich im letzten Frühling gefragt, welches das wichtigste homöopathische Arzneimittel ist, das man auf jeden Fall besitzen sollte, hätte ich Dulcamara gesagt. Dulcamara ist angezeigt, bei Erkrankungen, die durch abwechselnd durch heißes und kaltes Wetter entstehen. Wenn im Frühsommer auf die ersten warmen Tage eiskalte Nächte folgen, dann kann man sich ganz besonders schnell verkühlen. Hier kann Dulcamara oft das angezeigte Mittel der Wahl sein.
Frägst Du mich dagegen im Sommer nach meinem Nr.1 Hit, so würde ich Dir Arnika empfehlen. Ich habe Arnika immer bei mir. Es ist ein wahrer Schatz bei all den Kratzern, Prellungen und kleinen Verletzungen, die den Kindern draußen im Sommer so passieren.
Grippaler Infekt und Homöopathie: Gelsemium
Aber jetzt befinden wir uns neben der aktuellen Ausnahmesituation auch noch mitten in der Erkältungssaison!
Hier ist Gelsemium in der Homöopathie ein oft gewähltes Mittel. Besonders bei fieberhaften Infekten, die sich langsam entwickeln. Es soll die typischen Begleiterscheinungen wie Gliederschmerzen, Kopfweh und Zerschlagenheitsgefühl lindern und das Allgemeinbefinden verbessern.
Homöopathen wenden das Mittel Gelsemium an, wenn die Hauptbeschwerde des kleinen Patienten mit Schwäche einhergeht. Der Kopf fühlt sich dumpf, schwer und benommen an und das Kind ist schläfrig. Kindern, denen Gelsemium helfen soll, fühlen sich körperlich und geistig erschöpft. Sie sind lustlos, träge, apathisch und wollen ihre Ruhe haben.
PETRA´S GELSEMIUM KEYNOTES: Der Patient ist schwach, zittrig, fühlt sich “ wie zerschlagen“, kann die Augenlider kaum offen halten, alles tut weh , es herrscht Durstlosigkeit
Grippaler Infekt und Homöopathie: Bei Influenza sofort zum Arzt !
Denke aber daran, dass jeder Grippale Infekt von der „echten“ Grippe, die durch Influenzaviren verursacht wird, unterschieden werden muss. Bei der Influenza handelt es sich um eine oft schwere Erkrankung, die auch das Immunsystem schwächt und sich auf Lunge, Herz und Gehirn ausweiten kann. Das ist für manche Kinder mit einer chronischen Erkrankung ein besonderes Risiko. Bei hohem Fieber und starken Gliederschmerzen muss daher auf jeden Fall ein Arzt hinzugezogen werden!
Ein kleiner Tipp am Rande :
Gelsemium ist auch ein ganz wichtiges Mittel bei Prüfungsangst und Lampenfieber. Wenn Dein Kind vor der Bewältigung einer schweren Aufgabe steht, Angst hat, zittrig und mutlos ist, dann probiere es mal mit Gelsemium. Dein Kind könnte davon profitieren. Ich empfehle in diesen Fällen den Einsatz der C30 Potenz.
Grippaler Infekt und Homöopathie: Dosierung
Im akuten Krankheitsfall kannst Du drei Globuli Gelsemium (C12, C30 oder die Potenz mit der Du vertraut bist) in ein Wasserglas auflösen und Dein Kind mehrmals täglich einen Schluck davon trinken lassen. Vor jeder Einnahme wird das Mittel mit einem Holzlöffel umgerührt, um die Potenz ein wenig zu verändern. Bei Selbstmedikation sollten sich die Beschwerden rasch (innerhalb von Stunden) bessern. Ansonsten ist das Mittel nicht richtig gewählt! Bitte lese dir unbedingt hier meine Anleitung zur Dosierung von homöopathischen Arzneien durch.
Übrigens… um das Jahr 1900 n.Chr. haben 30-40% der Ärzte in Amerika homöopathisch behandelt!
Grippaler Infekt und Homöopathie: Zusätzlich Immunsystem stärken
Bei akuter Erkältung kannst du das Immunsystem durch einige gute Präparate zusätzlich unterstützen. Es gibt viele Hesteller auf diesem Gebiet, ein gutes Zinkpräparat für Kinder ist dieses hier* und für Vitamin D dieses hier*.
Damit der Körper die Wirkstoffe besonders gut aufnehmen kann, ist die optimale Einnahme von Vitamin D zum Essen und für Zink ist eine halbe Stunde vor dem Einschlafen.
Bitte lese dir unbedingt hier auch meinen gesonderten Artikel zum Thema Immunsystem durch. Nicht nur für Kinder wichtig, sondern auch für uns Eltern!
Grippaler Infekt und Homöopathie: Bettruhe, Schlaf und gaaanz viel Mama

Bildquelle : Pexels Andrea Piacqadio
Ich habe in der Kindheit meiner beiden Kids – heute 17 und 20 Jahre alt – immer sehr darauf geachtet, dass die Beiden genug Schlaf bekommen. Bereits bei einem Erkältungsanflug habe ich sie daher schon am Vorabend von der Schule oder dem Kindergarten abgemeldet. Statt um 6 Uhr aufzustehen, war an diesen Tagen Ausschlafen angesagt. Für mich als Mama nicht so ganz einfach, wenn man berufstätig ist aber…
… rückblickend muss ich sagen, dass der Schlaf eine zentrale Rolle spielt für die Erholung und Überwindung von Erkrankungen. Die Kinder halbkrank in den Alltag hinauszuschicken war damals einfach keine Option für mich.
Meine Kinder waren und sind bei Erkältungen bis heute innerhalb kurzer Zeit wieder frisch, munter und fröhlich. Und das meist nur mit Naturheilkunde, Homöopathie und ganz viel Schlaf. Ohne eine liebe Oma oder Opa oder eine gute Freundin ist es aber heutzutage wirklich ein Drahtseilakt, die Kids durch die Winterzeit zu bringen. Vor allem, wenn man berufstätig und vielleicht noch alleinerziehend. Ich rate dir daher ein Netzwerk von lieben Menschen aufzubauen, um Euch gegenseitig in Notfällen zu unterstützen.
Krankheitsphasen verwandeln in unvergessliche gemeinsame Zeiten
Ich habe es immer sehr genossen , wenn wir uns fernab vom Alltag eingemummelt haben in unserem Heim und alles um uns herum vergessen konnten. Du kannst als Mama oder Papa so viel zum Gesundwerden Deines Kindes beitragen. Unterschätze bitte nicht Deine eigenen Heilfähigkeiten! Fuß-Massagen , frisch geriebener Karotten-Apfelmus-Snack und selbst erfundene Geschichten waren damals bei meinen Kindern immer hoch im Kurs. Daran erinnern sie sich heute noch gerne.
Die „Werde-gesund-Kiste“
Diese besondere Spielkiste stand bei uns immer ganz oben auf dem Kleiderschrank. In der Kiste waren besondere Bücher, Holzspielzeug für den Kaufladen, Spiele und ein kleines Glockenspiel. Immer wenn die Kinder krank wurden, wurde diese Kiste als Trostpflaster hervorgeholt.

Bildquelle: Pixabay
Gestalte Dir doch auch so eine „Werde-gesund- Kiste“ für Deine Kinder. Bestimmt fallen dir viele schöne Dinge ein, die dort gut hineinpassen und deinem Kind die Krankheitszeit verkürzen.
Viel frische Luft

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Sobald es den lieben Kleinen besser geht, warm einpacken und ab nach draußen! Sauerstoff ist wichtig für jede Zelle des Körper, es kurbelt den Stoffwechsel an und stärkt das Immunsystem. Stubenhocker werden grundsätzlich viel öfter krank als Waldpiraten.
Frische, leichte Kost und viel Trinken
Wir sind absolute Fans Kräutertee. Schon morgens wird eine grosse Kanne frisch aufgebrüht.
Bei Infekttagen achte ich besonders darauf, dass die Kinder gesund essen und viel Mineralstoffe und Vitamine aufnehmen. Daher kocht an Krankheitstagen meist auch ein Suppenhuhn einige Stunden auf dem Herd vor sich hin und es wird sehnsüchtig erwartet, bis die Suppe endlich fertig wird. Diese Suppe ist leicht verdaulich, schmeckt sensationell und die Kleinen kommen schnell wieder zu Kräften. Hier kommst Du zu dem Rezept.
Auch ein warmes Porridge aus Haferflocken, Bananen und Mandelmus mache ich den Kindern an solchen Tagen gerne. Wenn keine Zeit ist, selber ein Porridge frisch zuzubereiten, dann nehme ich zur Not auch mal gerne eines aus dem Bioladen.
Hinweis: Meine Texte können Werbung zu meinen Produkten oder auch Werbe-Links zu Produkten ( Du erkennst dies am * hinter dem Link) enthalten, die ich selber nutze und liebe. Ich wurde nie dafür bezahlt, sie einzubinden! Bei Erwerb der angesprochenen Produkte erhalte ich einen prozentualen Anteil an den Verkaufskosten.
Haftungsausschluss: Diese Informationen sind meine persönliche Meinung und beziehen sich auf meine Erfahrungen, Praxisrecherche und Studium. Ich bin kein Gegner der Schulmedizin und auch kein Gegner von Impfungen. Die Homöopathie ist keine von der evidenzbasierten Schulmedizin anerkannte Heilmethode. Meine Informationen ersetzen keine Diagnose und Behandlung beim Arzt oder Therapeuten. Bitte gehe zum Arzt und Therapeuten falls Du oder jemand aus Deiner Familie Symptome haben und Unwohlsein besteht. Es besteht insbesondere auch keine Haftung in den Fällen, in denen aufgrund dieser Informationswebsite durch falsche Anwendung oder falsch eingeschätzte Krankheitsverläufe ein Schaden entstanden ist.
Hast Du auch alte Hausrezepte bei Erkältung und grippalem Infekt in deiner Familie im Einsatz? Wenn ja, schreib Sie doch hier in die Kommentare für alle!
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